Covid-19

Digitalisierung

Home sweet Home? Erkenntnisse zu Homeoffice in den Zürcher Gemeindeverwaltungen während der Covid-19 Pandemie

Zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie gab der Bundesrat zu Beginn des Jahres 2020 eine Homeoffice-Empfehlung ab. Anfang 2021 trat eine Homeoffice-Pflicht in Kraft.

15.03.22


Jahrbuch-Artikel von Lukas Moser, Kevin Andermatt und Yvonne Hegele

Frühere Studien zeigten, dass zu Beginn der Pandemie insbesondere auf Gemeindeebene jedoch nur sehr wenige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice arbeiteten. In dieser Studie wird deshalb aus Sicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untersucht, welche Voraussetzungen es für Homeoffice braucht, welche Auswirkungen mit Homeoffice verbunden werden und welche Rahmenbedingungen zukünftig aus Sicht der Gemeindeangestellten für Homeoffice vorhanden sein sollten.

Zur Beantwortung dieser Fragen wurden im November 2020 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von allen 162 Zürcher Gemeindeverwaltungen mittels einer standardisierten Online-Umfrage zu Homeoffice befragt. Die Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigt, dass mit Beginn der Pandemie der Wunsch nach Homeoffice sowie auch die Nutzungsmöglichkeiten gestiegen sind.

Als wichtige Aspekte zeigen sich die Eignung der Tätigkeit sowie die Eignung des heimischen Arbeitsplatzes. Negative Auswirkungen von Homeoffice sehen die Befragten insbesondere in der generellen Schwächung interpersoneller Beziehungen im beruflichen Umfeld. Positiv wiederum wirkt sich das Homeoffice auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, auf das konzentrierte Arbeiten sowie auf die wahrgenommene Arbeitgeberattraktivität aus.

Soll Homeoffice stärker genutzt werden, gilt es aus Sicht der Befragten zukünftig verstärkt flexibles Arbeiten zu ermöglichen, mehr digitale und interaktive Kommunikationsmittel zu nutzen und verstärkt in Teamentwicklungsmassahmen zu investieren.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass es für erfolgreiches Homeoffice auf Gemeindestufe verstärkte Bemühungen bei der digitalen Transformation der öffentlichen Verwaltung sowie die Förderung eines beziehungsorientierten Führungsstils braucht.